architektur



PACKHOF BRANDENBURG

Wettbewerb

Städtebauliches Konzept
Das städtebauliche Konzept baut sich auf den topographischen und historisch baulichen Gegebenheiten des Entwicklungsgebietes auf. Die Anlage der Altstadt soll in ihrer morphologischen Formation gesichert und an den Rändern zu den neueren Entwicklungen noch weiter ausformuliert werden. D. h. am nordöstlichen Rand des Altstadtovalstrennt der Grünzug den ansonsten als historische Setzung geschlossenen Kern. Der Entwurf thematisiert im Unterschied zur alten Neustadt die Stadtidee des orthogonalen offenen Raumes, im Spannungsfeld amorpher Formen (Neustadt- Havel). Innen und Außen sind nicht Gegensatz, sondern Differenz und Variation eines Raumkontinuums. Zwischen beiden schiebt sich nur noch der Keil der um die Packhofstraße liegenden Bebauung, die im Sinne einer Blockrandbebauung ergänzt wird. Das städtebauliche Konzept reicht gedanklich aber noch bis hinab zum Heinrich- Heine- Ufer, und könnte auch dort eine überörtliche, dem Stadtmaßstab gerechte Stadtentwicklung als Spange und Bindeglied zwischen Altstadt und Neustadt sein.

Erschließung
Das zunächst unzureichend erschlossene Gebiet des Packhofes erschließt sich für den Pkw- und Anlieferverkehr über die Hammerstraße für den nördlichen Bereich, die Packhofstraße für den südlichen Bereich und darüberhinaus die verlängerte Eichamtstraße für den Zentralen Bereich mit dem Stadtplatz, die den Grünzug kreuzt. Für Fußgänger wird der Bereich von der Hauptstraße ausgeweitet und an die Neubebauung herangeführt.

Nutzung
Norden: überwiegend Wohnen Mitte, Bereich Stadtplatz: Erdgeschoß- Läden, Dienstleistung Obergeschosse- Wohnen Süden: Gewerbeansiedlung, Büros, Wohnen, Umnutzung der Lagerhalle mit wohnverträglicher Nutzung, die Nähe zum Wasser sollte als besondere Qualität berücksichtigt werden. Bereich an der Hauptstraße: Die Nebengebäude der beiden Wohn- und Geschäftshäuser an der Hauptstraße werden entfernt, In diesem Bereich soll sich ein Kaufhaus einrichten. Das Kaufhaus wird in den Obergeschossen (Fachgeschäfte) durch eine Gasse geteilt, um sich der Maßstäblichkeit der umgebenden Gebäude anzupassen. Im Untergeschoss sind beide Hälften zu einer Fläche verbunden (Lebensmittel, Drogerie). Beide Teile orientieren sich mit ihrem Kopf zum neuen Stadtquartier. Ein Gebäudeteil ist bis zur Hauptstraße durchgesteckt. Die Schlosserei stellt ein markantes, im Stadtbild vertrautes Haus dar. Hier wird eine kulturelle Einrichtung vorgeschlagen (Ausstellung, Theater, Musik). Der östliche Büro- und Personaltrakt wird zugunsten einer besseren Durchwegung und Erschliessung entfernt und durch in die Halle eingestellte, objekthafte Einbauten ersetzt.

Erweitertes Wettbewerbsgebiet
Die Maßnahmen im erweiterten Wettbewerbsgebiet stützen die städtebauliche Idee für das engere Wettbewerbsgebiet in der Hinsicht, als die Kontur der alten Neustadt ergänzt bzw. gestützt wird (Grünzug, Blockrandbebauung um die Packhofstraße). Der Standort der Schule wurde in Verlängereung der Packhofstraße als Stadtblock gewählt. Die Bebauung an der südlichen Packhofstraße charakterisiert sich durch eine ruhige geschlossene Straßenfront zur Packhofstraße und eine offene, mit dem Grünraum verzahnte Rückseite. Hier ist auch die Schulfreifläche vorgesehen. Die Sportflächen mit der Turnhalle sind östlich des Havelarmes geplant. Zusammen mit dem Ruderclub bildet sich ein Sport- und Freizeitforum, in dem auch der Grünzug mit dem Uferweg seine Fortsetzung findet.



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