architektur



BORNSTEDTER FELD POTSDAM

Wettbewerb
Engere Wahl

Aufgabenstellung - Konzept
Im nördlichen Bereich Potsdams zwischen Pappelallee und dem Waldgebiet Am Großen Schragen soll auf dem ehemaligen Gelände der Militärkaserne ein neuer Stadtteil errichtet werden, der Lebensraum für mehrere Tausend Bewohner sowie Studenten der Fachhochschule Potsdam werden soll. Zwischen Ruinenberg im Süden -point de vue des Schlosses Sanssouci- und dem Pfingstberg in Norden, mit dem Belvedere Ludwig Persius` gelegen eröffnet sich die Chance für einen Stadtteil außerordentlicher Lage, verpflichtet aber auch gleichzeitig zum Dialog mit den Elementen, die in die Landschaft bereits über weite Strecken hineinwirken. Eine Stadterweiterung in diesem Kontext ist kaum mit Stadterweiterungen unserer Tage vergleichbar, eher mit denen des Barockzeitalters oder des 19. Jahrhunderts.
 Vor diesem Hintergrund stellt der Entwurf eine Auseinandersetzung mit der Zeichenhaftigkeit jener Objekte Arkadien- Potsdams in der Topographischen Situation dar. Die Landschaft ist Subjekt der architektonischen Figur- Architektur ist Textur landschaftlicher Ereignisse - Konversion der Fläche als Funktionsfläche. Einfache geometrische Körper, die den Dialog zu den Außenräumen suchen und pflegen, bilden Orte abstrahierter Bildhaftigkeit. 

Städtebauliche Merkmale
Es werden differenzierte Gebäudetypen vorgeschlagen, die Vorstädtischen bzw. Städtischen Charakter haben und eineentsprechende räumliche Dichte erzeugen. Dies erscheint geboten, zumal das Freiraumangebot auch durch den geplanten Volkspark hinsichtlich Qualität und Quantität dies erlauben. So verdichtet sich das neue Stadtquartier von den Rändern her (Siedlung GWG Vaterland und Ostseite Volkspark). Der Universitätskampus mit dem Hochschulplatz und das Zentrum für Nahversorgung und Dienstleistung bilden zusammen mit der sie verbindenden mit Straßenbäumen gesäumten Straße eine Folge öffentlicher Räume. Die Verkehrserschließung erfolgt im Bereich des ÖPNV mit der beabsichtigten Trassenführung der Straßenbahn in diesen Bereich. Die vorgesehene Haltestelle liegt zwischen Fachhochschulcampus und Zentralem Bereich Nahversorgung und Dienstleistung. Die Straßenprofilbreiten sind so gewählt, daß die Flächen des zusätzlich zu erwartenden ruhenden Pkw- Verkehres in einem ausgewogenen Verhältnis mit Begrünung stehen. Tiefgaragenstellplätze mit den entsprechenden Zufahrtsrampen im Aussenbereich von Gebäuden wurden nicht berücksichtigt.

Die Bereiche

1 Wohngebiet am Schragen
2 Wohngebiet auf dem Schießplatz
3 Mischgebiet westlich Fachhochschule
Die drei Teilgebiete erhalten einen gemeinsamen Gebäudetypus, der in der Nutzung flexibel ist (Mischgebiet an der Pappelalle und überwiegend Wohnen im Bereich des ehemaligen Schießplatz und Schragen). Er bildet im Ensemble mit seinesgleichen halb- private Außenräume, die in Nord- Süd Richtung zusammen eine Querbeziehung zur Ost- West- Achse nördlich des Fachhochschulkampus und des Zentrums für Nahversorgung und Dienstleistung herstellen. Die Erschließung erfolgt dreiseitig. Das vierte Obergeschoß erhält in Teilbereichen ein Dachterrasse.

4 Wohngebiet Plattenbauten
Der Entwurfsverfasser würdigt die Vorgabe des Auslobers die kleine Gruppe Plattenbauten einer zukünftigen Nutzung zuzuführen. Die Insellage führte zur Idee des Grals. Die Plattenbauten werden von einer bewohnten "Mauer" umgeben, die die Privatsphäre im Volkspark ermöglicht und die Besucher des Volksparkes um diesen Bereich herumführt. Die Erschließung erfolgt über die den "Gral" durchkreuzende Pappelallee. Im Innenbereich ist eine Kindertagesstätte vorgesehen.



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